Warum steigt in unseren Breitengraden im Winter die Gefahr, sich mit Grippeviren zu infizieren, während sich in den Tropen die Häufigkeit von Grippeerkrankungen gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt? In Versuchen mit Meerschweinchen fanden amerikanische Wissenschaftler heraus, dass Grippeviren sich in trockener, kalter Winterluft besser verbreiten als unter feuchten und warmen Bedingungen. Trockene Luft in Wohnräumen und kalte Außentemperaturen fördern demnach im Winter die Vermehrung und Übertragung der Influenzaviren. Anzeichen für eine in der kalten Jahreszeit geschwächte Immunabwehr als Ursache für das erhöhte Gripperisiko gebe es hingegen nicht.
So steckten sich die vierbeinigen Probanden bei 5 Grad Celsius eher bei ihren infizierten Artgenossen an als bei 20 oder 30 Grad. Auch eine niedrige Luftfeuchtigkeit von 20 Prozent begünstigte die Ausbreitung der Viren, während es bei Luftfeuchtigkeiten von über 80 Prozent überhaupt keine Ansteckungen mehr gab.
Die Ergebnisse könnten dabei helfen, die Ausbreitung von Grippeinfektionen zu bremsen, berichten die Forscher. Dazu wäre bereits eine Zimmertemperatur von mehr als 20 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 80 Prozent eine wirksame Maßnahme. (newsreporter)
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