Freitag, 7. Dezember 2007

Sieg für Karotte & Co.

Schlechte Zeiten für Fertiggerichte: Die deutsche Lebensmittellandschaft befindet sich laut der aktuellen Studie FutureView von TNS Infratest ganz auf Gesundheitskurs. Natürliche, unbelastete Nahrungsmittel liegen im Trend, der Markt für Bioprodukte boomt. Stabilisierung war gestern, Wachstumspotenzial ist das Morgen – während der Verbraucher im Heute bereits versucht, sich durch den immer undurchdringlicher werdenden Dschungel der aus dem Boden schießenden Biokennzeichnungen zu kämpfen.

Untersucht wurden im Rahmen der Studie aktuelle Trends im Marktsegment der schnelldrehenden Konsumgüter (Fast Moving Consumer Goods).
Frische Lebensmittel, so das Ergebnis, konnten sich deutlich gegen Burger und Konsorten durchsetzen, das Frühstück ist auf dem besten Wege, wieder zur beliebtesten Mahlzeit des Tages zu werden. Das Segment der Frühstücks- und Milchprodukte schreit förmlich nach Innovationen; der Bedarf der Verbraucher, so FutureView, ist vorhanden – und das trotz eines Preisanstiegs für Milcherzeugnisse um 6,1 Prozent (Vergleich September – Oktober 2007).
Verstärkte Nachfrage wird es laut der Studie auch nach Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten geben.

Lieber Chips als Schokolade – salzige Snacks sind dabei, etablierten Süßwaren wie Keksen oder Schokoladenprodukten den Rang abzulaufen. Diese, so FutureView, werden in Zukunft jedoch nicht mehr mit dem bisher dazu so beliebten Bier heruntergespült, sondern mit Fruchtsaft und Mineralwasser.

Vor der Deutschen liebstem Getränk (nein, nicht dem einschlägigen goldfarbenen Gerstensaft), dem Kaffee, macht der allgemeine Gesundheitstrend allerdings halt: Der Konsum des schwarzen Wachmachers wird in Zukunft, so die Prognose, nicht abnehmen, sondern gar noch weiter steigen. Andererseits – war der nicht ohnehin besser als sein Ruf? (news-reporter.net/SV)

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