Mittwoch, 14. November 2007

Inflation: Wer am falschen Ende spart, verschenkt Geld!

Höhere Lebensmittel- und Energiepreise belasten die deutschen Haushalte. Die sparen dafür an anderer Stelle und zögern vorerst bei größeren Anschaffungen. Was viele dabei nicht bedenken: Mit zunehmender Geldentwertung sinkt auch die Kaufkraft - je eher man also etwas kauft, desto besser.

Überdies legen viele Deutsche ihr Erspartes mit Vorliebe auf Tages- und Festgeldkonten zu bestenfalls vier Prozent an. Werden von diesen Erträgen die Steuern abgerechnet - im Schnitt ein Drittel - bleiben netto gerade noch 2,7 Prozent übrig. Sollte die Inflation diesen Wert erreichen, bleibt unterm Strich kein Vermögenszuwachs mehr.

Dabei gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sich vor einer Geldentwertung zu schützen, so zum Beispiel mit Gold oder inflationsgeschützten Anleihen, auch "Linker" genannt. Sie sind mit der Entwicklung der Inflation "verlinkt", also direkt verknüpft. Zur Rendite kommt ein Aufschlag für den jährlichen Kaufkraftverlust hinzu, so dass der Anleger die anfangs kalkulierte Rendite inflationsbereinigt und damit auch wirklich bekommt. Inflationsgesicherte Anleihen machen sich allerdings nur dann bezahlt, wenn die Preissteigerung in den kommenden fünf bis zehn Jahren im Schnitt höher als 2,1 Prozent ist.

Auch dürfte sich für viele Bundesbürger der Kauf einer werterhaltenden Immobilie lohnen, zumal sich die jetzige Phase niedriger Kreditzinsen, die bald enden dürfte, hervorragend dafür eignet, langfristige Kredite aufzunehmen. (newsreporter)

Kartellamt nimmt Stromkonzerne ins Visier

Einem 30-seitigen Schriftsatz des Bundeskartellamts zufolge sollen die großen deutschen Stromkonzerne E.on, EnBW, Vattenfall und RWE über viele Jahre in geheimen Treffen gemeinsame Strategien abgesprochen und Märkte untereinander aufgeteilt haben. An den Gesprächen sollen führende Manager und Konzernchefs beteiligt gewesen sein. Dabei seien sensible Geschäftsgeheimnisse und -strategien ausgetauscht sowie detaillierte Absprachen über das Vorgehen auf unterschiedlichen Märkten getroffen worden. E.on soll sogar versucht haben, die Preise für Strom "maßgeblich zu beeinflussen."

Aus Unterlagen, die Sonderermittler der EU-Wettbewerbskommission bei diversen Durchsuchungen beschlagnahmt hatten, geht nach Ansicht des Kartellamts "auf eindrucksvolle Weise" hervor, dass der Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt durch "kartellrechtlich unzulässige Kooperationen" weitgehend verhindert werde. Statt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen, seien Strategien, Preise und auch Versorgungsgebiete mit Billigung und möglicherweise sogar auf Anweisung der damaligen Chefetagen abgestimmt worden.

Natürlich streiten die Konzerne jegliche Manipulationen ab. Der Schriftsatz des Kartellamtes enthalte "eine völlig selektive Ansammlung und Verwertung von Informationen, die der EU-Kommission schon seit Mai 2006 vorliegen", erklärt E.on. Neben "einseitigen Interpretationen" fänden sich darin "viele unbewiesene Behauptungen und keinesfalls juristisch verbindliche Feststellungen und Tatsachen."

Noch sind die Untersuchungen nicht abgeschlossen, doch sollte sich auch nur ein Teil der Vorwürfe bestätigen, müssten die Konzerne mit milliardenschweren Bußgeldern und Schadenersatzklagen rechnen. (newsreporter)

Spritpreise auf Rekordniveau

Benzin und Diesel sind in Deutschland so teuer wie nie. Nach zwei Preiserhöhungen in Folge kostet im bundesweiten Durchschnitt ein Liter Diesel nun 1,33 Euro, Superbenzin verteuerte sich auf 1,46 Euro. Der Ölpreis nähert sich bedenklich der Marke von 100 Dollar für ein Barrel (159 Liter), und ein Ende der Preissteigerungen ist nicht abzusehen. Ursache für die hohen Preise an den Zapfsäulen sind Sprechern der Mineralölwirtschaft zufolge Rekordnotierungen für die Produkte am europäischen Ölmarkt in Rotterdam. Dort kostet Diesel mittlerweile 940 Dollar je Tonne, das sind 250 Dollar mehr als in der letzten Hochpreisphase. "Das kann auch der hohe Euro-Kurs nicht ausgleichen", so Barbara Meyer-Bukow, die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Hamburg. Händler begründen die anhaltende Rekordjagd der Ölpreise zum einen mit dem weiter schwachen Dollar, der in der US-Währung notierte Rohstoffe billiger für Investoren mache. Zum anderen wird befürchtet, dass die Lagervorräte der USA erneut gesunken sind.

Analysten verweisen zudem auf Spekulationen, die die Ölpreise deutlich über ihr fundamental zu rechtfertigendes Niveau getrieben hätten.
Einer zumindest kann sich über die hohen Preise an den Tankstellen freuen: Dem Staat bescheren die steigenden Benzinpreise laut einer ADAC-Prognose 2007 rund 300 Millionen Euro höhere Mehrwertsteuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr. Darin seien aber nicht mögliche Mindereinnahmen durch einen Rückgang des Benzinverbrauchs enthalten.

Neue Erbschaftsteuer begünstigt nahe Verwandte

Nach monatelangen Verhandlungen präsentierten Anfang der Woche Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) die Eckpunkte der Erbschaftsteuerreform. Gewinner der Reform sind Ehepartner, Kinder und Enkel. Ehepartner sollen künftig 500.000 statt bisher 307.000 Euro steuerfrei erben können. Für Kinder ist eine Erhöhung des Freibetrags von 207.000 auf 400.000 Euro vorgesehen, für Enkel von 51.000 auf 200.000 Euro. Eingetragene Lebenspartner bekommen, genau wie Ehepartner, ebenfalls einen Freibetrag von 500.000 Euro. Dazu gibt es wie bisher einen Freibetrag von 41.000 Euro für Hausrat und 12.000 Euro für Gegenstände. Im Gegenzug zu den höheren Freibeträgen werden Immobilien künftig bei Erbschaften und Schenkungen mit 100 Prozent ihres Verkehrswertes berücksichtigt.
Dafür, dass das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer nicht unter die aktuelle Marke von gut vier Milliarden Euro sinken soll, zahlen alle anderen drauf: Lebenspartner, Geschwister, Neffen und Familienfremde sollen künftig stärker belastet werden, insbesondere wenn sie Immobilien erben. Sie bekommen einen Freibetrag von nur 20.000 Euro zugestanden. Steinbrück versicherte jedoch, dass in Familien auch künftig Werte wie das eigene Haus in den meisten Fällen steuerfrei an die nächste Generation vererbt werden können.

Werden Unternehmen vererbt, können in zehn Jahresschritten insgesamt 85 Prozent des Betriebsvermögens steuerfrei gestellt werden, wenn die Firma in ihrem Kern unverändert fortgeführt wird. Voraussetzung ist, dass die Lohnsumme in der Firma während dieser Zeit bei mindestens 70 Prozent des Ursprungswerts bleibt und das Betriebsvermögen 15 Jahre lang nicht verringert wird.

Die Erbschaftsteuerreform soll noch in diesem Jahr in den Bundestag eingebracht werden und rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft treten. Wer will, kann sich aber bis dahin nach dem alten Erbschaftsteuerrecht veranlagen lassen. (newsreporter)

Vorstellung Porsche Cayenne GTS: Tiefergelegt

Der Porsche Cayenne GTS soll für Käufer und Unternehmen mehr bringen als nur das Schließen einer Angebotslücke zwischen dem Cayenne S und dem Cayenne Turbo. Innerhalb der Sport-Utility Vehicles-Baureihe der Zuffenhausener soll er sich von den sowieso schon sportlichen Nachbarn in der Baureihe mit sportlicheren Attributen in Richtung Dynamik absetzen. Mehr Spurtstärke, noch mehr Kurvengeschwindigkeit und eine schnellere Optik sollen dem GTS eine eigene Käuferschicht erschließen.

Rund 5000 Cayenne GTS will Porsche im laufenden Geschäftsjahr (bis zum 31. Juli 2008) absetzen, die meisten davon in den USA. In Deutschland kommt der GTS Anfang des Jahres für einen Basispreis von 76 725 Euro zum Händler. Das sind rund 10 000 Euro mehr als beim Cayenne S und mehr als 30 000 Euro weniger als für den Cayenne Turbo. Der Sechszylinder-Cayenne liegt im Preis rund 15 000 Euro unter dem des GTS.

Dafür ist der GTS um 24 Millimeter tiefer gelegt als seine Baureihen-Kollegen. Erstmals kann beim Neuen die Stahlfederung (Luft gegen Aufpreis) mit dem „Porsche Active Suspension Management“ (PASM) kombiniert werden, das bisher den Sportwagen der Marke vorbehalten war. Er verfügt auch über eine Sporttaste, die für eine sportliche Abstimmung von Motor, Getriebe und Sport-Abgasanlage sorgt. In diesem Modus baut der Auspuff weniger Gegendruck auf, was der Leistungsentfaltung zugute kommt, und der aus den beiden Doppelaufpuffrohren tönt der typische sonore, kraftvolle Sound. Der GTS bekennt sich also ungeniert zum Leistungsdenken.

Herzstück ist auch bei diesem Porsche der Motor. Mit Feinschliff hat Porsche es geschafft, dem Achtzylinder im GTS noch einmal 20 PS mehr als beim S zu verpassen. Der Sauger leistet 298 kW / 405 PS bei 6500 Umdrehungen (U/min), sein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern liegt bei 3500 U/min an. Mit einer kürzeren Übersetzung der Hinterachse sowohl beim Sechs-Gang-Handschalter als auch bei der Tiptronic mit sechs Gängen nimmt er dem Cayenne S für den Spurt auf 100 km/h rund eine halbe Sekunde ab. Der Handschalter schafft das in 6,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt für beide knapp oberhalb 250 km/h.

Standesgemäß fügt sich auch die Innenraumgestaltung in das sportliche Konzept ein. Leder für die Verkleidung der Armaturentafel und der Türen sowie für die Sitze verbreiten ein edles Flair. Die Vordersitze mit hohen Wangen und die beiden ebenfalls stark konturierten Sitze hinten sprechen für das - übrigens gelungene - Bemühen, die Insassen bei hohen Kurvengeschwindigkeiten auf ihrem Platz zu halten. Dazu tragen auch die rutschfesteren Sitzflächen aus Alcantara bei. Die Vordersitze lassen sich elektrisch einstellen. Damit und mit den weiteren Porsche-üblichen Ausstattungen und Bedienelementen bietet auch der Cayenne GTS das gewohnte Maß an „Wohn“- und Fahrkomfort.

Wir konnten uns jetzt bei einem ersten Ausflug in die Berge oberhalb der portugiesischen Algarve davon überzeugen, dass das Gesamtpaket GTS gut gepackt worden ist. Der Motor reagiert jederzeit spontan bis freudig auf die kleinste Bewegung des Gaspedals. Der Vortrieb bei Vollgas lässt sich zurückhaltend mit dem Wort „beeindruckend“ und emotional mit „gewaltig“ beschreiben. Das mögliche Maß an Querbeschleunigung verdient sogar die Beschreibung „dramatisch“ und der Wankausgleich in Kurven den Begriff „spektakulär“. Und all das unterstreicht der Achtzylinderklang noch einmal nachdrücklich.

Porsche ist stolz darauf, bei der Reduzierung des Verbrauchs das erfolgreichste Unternehmen zu sein - gemessen an der Leistung der Motoren. So erreicht der Cayenne GTS sogar die US-Einstufung als Ultra Low Emssion Vehicle (ULEV). Dabei liegt der CO2-Ausstoß des Motor mit Schaltgetriebe bei 361 Gramm pro Kilometer (g/km) und bei der Tiptronic bei 332 g/km, denn die Tiptronic liegt mit einem Durchschnittsverbrauch von 13,9 Litern um 1,2 Liter besser als der Handschalter. Bei unserer schnellen Runde durch die Berge mit einem Automatik-Fahrzeug wies der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 17 Litern aus. Das ist ebenfalls standesgemäß.

Wen diese Zahlen wieder auf den Boden der rauen Wirklichkeit zurückgeholt haben, den mag ein Blick aufs Äußere trösten. Der GTS folgt in Bug und Heck dem Vorbild der Cayenne Turbo. Er rollt auf richtig großen 21-Zoll-Leichtmetallrädern mit Reifen der Dimension 295/35 in um 14 Millimeter weiter ausgestellten Radhäusern. Schwarze Elemente wie Seitenleiste, Fensterrahmen, Türgriffe und Blenden unterstreichen den Anspruch des GTS auf Eigenständigkeit innerhalb der Cayenne-Reihe. Schon von außen kann man erkennen, dass in diesem Cayenne mehr Porsche steckt als in jedem anderen. (ar/Sm)(autoreporter)

Daten: Porsche Cayenne GTS Tiptronic
Länge x Breite x Höhe: 4,80 m x 1,96 m x 1,66 m
Leergewicht/Zuladung: 2225 kg / 855 kg
Maximale Anhängelast: 3080 kg (Stahlfeder), 3500 kg (Luftfeder)
Motor (Bauart, Hubraum): Achtzylinder Saugmotor mit Benzindirekteinspritzung
Max. Leistung: 298 kW / 405 PS bei 6500 U/min
Max. Drehmoment: 500 Nm bei 3500 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 13,9 Liter Super Plus
Tankinhalt: 100 Liter
CO2-Emission: 332 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 251 km/h
Kofferraum: 540 Liter bis 1749 Liter
Basispreis: Euro: 82 309,90 Euro

Von Peter Schwerdtmann

Volkswagen feiert 15 Millionen Passat weltweit im Werk Emden

Am 9. November 2007 ist im Volkswagen Werk in Emden der weltweit insgesamt 15-millionste Passat vom Band gelaufen. Die offizielle DKMS-Botschafterin Sybille Beckenbauer nahm das Fahrzeug als Spende entgegen aus den Händen von Prof. Jochem Heizmann, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, und Werkleiter des Standorts Emden, Pavel Vacek, sowie Peter Jacobs, Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Emden.

Das Jubiläumsfahrzeug ist ein Passat Variant BlueMotion 1.9 TDI in Arctic Blue Silver Metallic mit 77 kw / 105 PS. Der Passat ist eines der weltweit erfolgreichsten Modelle der Marke Volkwagen und gehört zu den beliebtesten Mittelklassewagen in Deutschland. (ar/nic)(autoreporter)

Fahrbericht Opel Corsa OPC: Kleiner Wilder

Nur ein Millimeter fehlt, dann hätte man den Opel Corsa auch in seiner „Rennversion“ OPC ein Vier-Meter-Auto nennen müssen. So misst der kleinste Opel aber eben nur 3,999 Meter und darf sich selbst bei 141 kW / 192 PS und 17-Zoll-Rädern noch zu den Kleinwagen zählen- Er gehört allerdings zu den kleinen Wilden, denn OPC steht für „Opel Performance Center“. Der Corsa aus dieser Reihe durchstürmt bereits nach 7,2 Sekunden die 100-km/h-Marke und erreicht 225 km/h Höchstgeschwindigkeit.Der kleinste OPC kann also Fahrleistungen vorzuweisen, die geeignet sind, seine Fahrerin oder seinen Fahrer zu einem Gegner von noch mehr Tempobeschränkung auf Autobahnen werden zu lassen. Es wäre zu schade, wenn er sich nicht ab und an auch einmal austoben dürfte. Das Fahrwerk hat er dazu, die Lenkung und die Schaltung ebenfalls. Schnell durch enge Kurven - das ist sein Revier.

Das gefällt den Beifahrern nicht immer. Vielen ist die ruhige Gangart lieber. Auch damit kann der Corsa OPC dienen. Sein Geradeauslauf und seine Federungsabstimmung zwischen sehr hart und gerade noch komfortabel lassen auch eine geruhsame Gangart zu. Der Motor und die Windgeräusche verderben einem dabei allerdings den Spaß an hohen Dauergeschwindigkeiten. Was beim Tanz über die Passstrecke zur akustischen Bereicherung gerät, wird eben auf die Dauer lästig.

Außerdem wird es auch teuer. Wir gingen mit unserem Corsa OPC einige Langstrecken schnell an und mussten dafür rund elf Liter Super Plus (95 ROZ) auf 100 km tanken. Von nichts kommt eben nichts, auch nicht bei diesem Vierzylinder Turbo mit 1,6 Liter Hubraum. Der Verbrauch nach EU-Norm wird von Opel mit 7.9 Litern in Durchschnitt angegeben. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 190 Gramm pro Kilometer.

Der dreitürige OPC ist aber nicht nur ein Fahrzeug für den sportiven Ausritt. Er bietet auch Qualitäten, die ihn für den Alltag qualifizieren. Sein Gepäckraum fasst 285 Liter - ein durchaus klassenübliches Maß, das sich auf maximal 1050 Liter vergrößern lässt. Die beiden Rücksitze sind recht gut erreichbar und gestatten kleineren Personen wie meiner Christel, die Tour von hinten zu genießen.

Der gesamte Innenraum gibt sich angenehm sportlich. Daran gibt’s nichts zu meckern, schon gar nicht wegen der sehr guten Recaro-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen. Den Fahrer erwartet hier ein angenehmer Arbeitsplatz, auf dem ihm die leichtgängige Sechs-Gang-Handschaltung mit kurzen Wegen ordentlich zur Hand geht.

Doch was nach den ersten Kilometern sich wie eine reizende Fahrmaschine präsentiert, hat auch eine andere Seite, ein luxuriöse. Denn für den Preis von 22 700 Euro bietet der OPC mehr als Fahrleistung, sondern auch eine nahezu komplette Ausstattung. Von den 17-Zoll-Alurädern sprachen wir schon. Dazu kommen ein CD-Radio mit MP3-Player, die Klimaanlage und - man lese und staune über soviel Weitsicht - Isofix-Befestigungen.

Beim Cruisen auf dem Boulevard auf der Suche nach der Richtigen hilft sicher auch das Optik-Paket, dass der OPC-Käufer gleich mit erwirbt: Stoßfänger, Seitenschweller, Heckspoiler und eine Menge beschleunigender wie auffälliger Details geben dem Corsa OPC ein starkes Äußeres, mit dem nicht einmal der auch nicht gerade unauffällige Opel Astra OPC mithalten kann.

So gelang Opel mit dem Corsa OPC ein sehr bemerkenswertes Zusammenspiel zwischen sportlichen Eigenschaften und schnellem Design mit Komfortelementen, wie man sie auch in Fahrzeuge größerer und teurerer Klassen nur gegen Aufpreis bekommt. Der Turbomotor samt Metallpedalerie im Fußraum paart sich hier mit Abbiegelicht, CD-Radio, Klimaanlage und Metalliclackierung.

So bleiben uns am Ende nur zwei Dinge zu bemängeln: Der Motor könnte spontaner drehen, dann hätte man auch mehr Spaß mit dem Zwischengas beim Herunterschaltet, und die Übersichtlichkeit. Die breite C-Säule und die kleinen Fenster hinten verbauen die Sicht. Doch dafür bekommt man die Coupé-Optik für ein Auto, das man unter die Spaßmacher rechnen darf. (ar/sm)(autoreporter)

Daten: Opel Corsa OPC
Länge x Breite x Höhe: 3,99 m x 1,94 m x
Motor (Bauart, Hubraum): Vierzylinder 1,6 Turbo Ecotec
Max. Leistung: 141 kW / 192 PS
Max. Drehmoment: 230 NM von 1989 bis 5850 Nm
Verbrauch NEFZ im Mittel: 7,9 Liter Super Plus
CO2-Emission: 190 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,2 Sekundoen
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Kofferraum: 285 l, erweiterbar bis 1050 Liter
Basispreis: 22 700 Euro

Kraftstoffpreise können bis zu fünf Cent variieren

Nach mehreren kräftigen Preisrunden in der vergangenen Woche sind die Kraftstoffpreise in Deutschland auf einem extrem hohen Niveau. Die aktuellen Preise sind laut ADAC trotz des teuren Rohöls zu hoch. Die höchsten Kraftstoffpreise müssen zurzeit die Autofahrer in Kassel zahlen. Hier kostet der Liter Superbenzin im Schnitt 1,469 Euro, der Liter Diesel 1,369 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die monatliche ADAC-Untersuchung der Kraftstoffpreise an Markentankstellen in 20 deutschen Städten. (autoreporter)