Donnerstag, 18. Oktober 2007

E.on-Strom fast 10 % teurer

Deutschlands größter Energiekonzern E.on erhöht zum Jahresbeginn 2008 seine Preise für Privatkunden um bis zu knapp 10 Prozent für Strom und um bis zu fast 9 Prozent für Gas. In den vergangenen Monaten hatten schon andere Versorger Preiserhöhungen umgesetzt oder zum Jahreswechsel angekündigt, die meisten RWE-Regionalversorger heben 2008 die Strompreise an. Scharfe Kritik an den E.on-Plänen kam aus den Reihen der Verbraucherschützer, dies sei eine "Kriegserklärung an Verbraucher und Politik."

E.on begründete seinen Schritt mit höheren Beschaffungskosten und steigenden staatlichen Abgaben für erneuerbare Energien. Betrachtet man allerdings das Ausgangsniveau, so zeigt sich, dass Strom hierzulande auch ohne die derzeitigen Preiserhöhungen teurer ist als in den meisten anderen europäischen Staaten. Der Energieexperte der Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, wertete die neue Preisrunde als Zeichen für den unzureichenden Wettbewerb auf dem Strommarkt. Das einzige, was Kunden tun könnten: den Anbieter wechseln. Doch das Kernproblem bleibe: Seit dem Jahr 2000 seien die Strompreise in Deutschland um rund 50 Prozent gestiegen. Die Entwicklung mache deutlich, dass es auf dem Energiemarkt eine andere Wettbewerbsordnung geben müsse. (nr/as)(newsreporter)

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