Wie der Chef der Bundesanstalt für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise heute bekannt gab, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland „im Zuge des Herbstaufschwungs“ von 3,705 Millionen im Vormonat auf 3,534 Millionen verringert. Das sind 162.000 Arbeitslose weniger als im August. 109.000 weniger Arbeitslose in den westdeutschen Bundesländern, 53.000 weniger in Ostdeutschland. Nach Einschätzung von Weise ist der Rückgang im September üblich, weil Betriebe nach den Sommerferien verstärkt einstellen. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Weise weiter: „Die Arbeitslosigkeit ging deutlicher zurück als im Durchschnitt der letzten Jahre. Gleichzeitig legt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zu und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau."
Das gemeldete Stellenangebot hat sich nicht wesentlich verändert: Neben den ihren 629.090 offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zusätzliche Stellen bei privaten Arbeitsvermittlern, Job-Börse und dem Job-Roboter. Zusammen bundesweit 992.000 Stellen freie Arbeitsplätze, 168.000 mehr als noch vor einem Jahr.
Für die einzelnen Bundesländer sieht das folgendermaßen aus:
Der BA gemeldete freie Arbeitsplätze
Baden-Württemberg 74.494
Bayern 81.742
Berlin 36.718
Brandenburg 14.913
Bremen 7.636
Hamburg 29.038
Hessen 52.577
Mecklenburg-Vorpommer 14.401
Niedersachsen 47.756
Nordrhein-Westfalen 126.455
Rheinland-Pfalz 23.850
Saarland 8.780
Sachsen 29.207
Sachsen-Anhalt 19.963
Schleswig-Holstein 21.599
Thüringen 15.968
Die TOP-TEN Berufsgruppen mit freien Jobs:
freie Stellen bundesweit
Hilfsarbeiter 90.849
Sozialpflegerische Berufe 35.354
Bürofach- und Hilfskräfte 28.237
Warenkaufleute 28.193
Elektriker 26.508
Dienstleistungskaufleute 25.727
Schlosser 23.489
Gartenbauer 20.271
Berufe im Landverkehr 18.962
Lagerverwalter, Lager- und Transportarbeite 18.867
Dazu Franz Müntefering (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales: „3,543 Millionen Arbeitslose im September: 162.000 weniger als im Vormonat, 91.000 weniger im Bereich des Arbeitslosengeldes I, 71.000 weniger im Bereich Arbeitslosengeld II. 694.000 weniger als vor einem Jahr, 14 Prozent weniger im Osten, 18 Prozent weniger im Westen.
Beim Abbau der Arbeitslosigkeit geht es mit festen Schritten in die richtige Richtung voran. Und rund eine Million Stellen stehen offen.
Es gibt weitere Chancen.
Ein beeindruckendes Ergebnis: 200.000 Arbeitslose über 50 Jahre weniger als vor einem Jahr. Diese Fachkräfte, die 50-Jährigen und Älteren, die noch ein Drittel ihres Lebens vor sich haben, sind nicht alt. Sie werden wieder gebraucht. Sie werden nicht mehr entlassen und sie werden wieder eingestellt. Die "Initiative 50plus" wirkt.“ (SWK)(newsreporter)
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